Siebter H2Congress in Berlin

Barthle
Norbert Barthle

Der Deutsche Wasserstoff Congress entwickelt sich immer mehr zu einer zentralen Veranstaltung für die deutschsprachige Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche. Zu der Konferenz, die zwei halbe Tage lang am 5. und 6. Juli 2016 in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin stattfand, kamen in diesem Jahr insgesamt rund 200 Teilnehmer. Verglichen mit dem letzten H2Congress, der vor zwei Jahren an gleicher Stelle veranstaltet wurde, entspricht dies einer Steigerung um rund 50 Prozent.

Themenschwerpunkt bei diesem siebten Kongress war Wasserstoff als Wegbereiter für die voranschreitende Dekarbonisierung. So erklärte Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, in seiner Begrüßungsrede: „Wasserstoff wird beim beschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien, bei den damit verbundenen Konsequenzen für die Speicherung sowie für den Klimaschutz eine bedeutende Rolle in der Energiewirtschaft und im Verkehr des 21. Jahrhunderts spielen.“

Hydrogenics

Passend dazu berichtete Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy, dass der Einsatz von Wasserstoff volkswirtschaftlich durchaus sinnvoll sei. Sehr anschaulich legte er in seinem Vortrag dar (s. Mehr Windgas für mehr Klimaschutz), warum aus seiner Sicht die Einführung der Power-to-Gas-Technologie …

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, beteuerte in seinem Grußwort zwar, dass „Deutschland gemeinsam mit Japan und Kalifornien führend bei der Erprobung der H2-Mobilität ist“, gleichzeitig mahnte er jedoch, dass „wir den japanischen Herstellern nicht das Feld überlassen dürfen – da muss unsere heimische Industrie möglichst schnell nachziehen“. Dafür, dass Barthle eigentlich nie offen Kritik äußert, war es schon beachtenswert, dass er in Bezug auf das bislang im H2– und BZ-Sektor Erreichte feststellte: „Es könnte …

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Auf die Frage, ob denn nicht mehr für alternative Kraftstoffe unternommen werden könne, indem man die Steuerprivilegien für Dieselkraftstoff, die sich auf 7 Mrd. Euro pro Jahr belaufen, abschaffe, reagierte Barthle salomonisch: „Man sollte das eine tun, ohne das andere zu lassen.“ Sehr viel deutlicher ergänzte er anschließend noch: „Minister Dobrindt denkt momentan nicht daran, eine Veränderung der Dieselbesteuerung vorzunehmen.“

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