Multi-Energie-Kraftwerk Sperenberg wartet auf Freigabe

Das geplante Multi-Energie-Kraftwerk Sperenberg (MEKS) könnte Realität werden, wenn die Landesbehörden mitziehen. Mitte Juli 2016 unterzeichneten die Bürgermeister der vier beteiligten Gemeinden zwar zunächst einen entsprechenden Vertrag zur Gründung einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft. Aber während lokal das MEKS durchaus gewollt ist, bremst derzeit noch die Landesregierung, weil das anvisierte Areal kein Windkrafteignungsgebiet sei, so hieß es. Geplant war, auf dem alten Flughafengelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Kummersdorf eine 5-MW-Elektrolyseanlage aufzubauen, die den benötigten Ökostrom von einem 100-MW-Photovoltaikfeld sowie aus einem Windpark mit 45 Turbinen (je 3 MW) bezieht, die allerdings beide noch errichtet werden müssten. Das H2-Gas könnte in dem bereits bestehenden Röhrenspeicherfeld (ø: 1,4 m, insg. 3,5 km, 480.000 m3) beim Gaskraftwerk Thyrow gelagert werden, so dass damit die 50.000 Einwohner der beteiligten Gemeinden nahezu vollständig mit sauberem Strom versorgt werden könnten. Ohne eine Einwilligung von Landesebene dürfte das Multi-Energie-Kraftwerk Sperenberg jedoch Theorie bleiben, obwohl sowohl das BTU Cottbus als auch große Firmen wie Enertrag, Vattenfall und McPhy ihre Beteiligung bereits zugesagt haben.

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