H2-Bolide tritt gegen Benziner an

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Forze VII, © TU Delft

Auch in der Wasserstoffbranche wird an elektrischen Rennwagen gearbeitet: Die Technical University of Delft startete bereits im Jahr 2007 mit ihrem Forze-Vorhaben, bei dem sowohl Ingenieure als auch Studenten ein Brennstoffzellenrennauto konstruieren und auch bauen, um auf diese Weise Motorsport und saubere Technologie miteinander zu verbinden. Innerhalb von neun Jahren entwickelte das Team mittlerweile sieben Versuchsträger.

Der Forze VI wurde im Sommer 2013 fertiggestellt und verfügte bereits über zahlreiche Highlights: Er war sechsmal leistungsfähiger und effizienter als seine Vorgänger. Zudem war er in seiner Leichtbauweise und mit angepasster Aerodynamik so konstruiert, dass er auch gegen benzinbetriebene Konkurrenten bestehen konnte. Zwei Jahre nach seiner Fertigstellung und intensivster Optimierungsarbeit absolvierte der ehemalige niederländische Rennfahrer und Formel-1-Pilot Jan Lammers mehrere Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings und erzielte am 7. Mai 2015 einen Rundenrekord für H2-Autos in 10:43,56 Minuten. Anschließend stellte der aktuell für Red Bull Racing in der Formel 1 fahrende Max Verstappen das Auto auch während des Gamma Racing Day in den Niederlanden im Rahmen der Vorab-Show vor und demonstrierte vor 100.000 Zuschauern, das Wasserstoff und Motorsport durchaus zusammenpassen.

Derweil laufen jetzt die Vorbereitungsarbeiten an der neuen, der siebten Fahrzeuggeneration: Die Design-Studie des Forze VII, an der rund 70 Studenten mitarbeiten, wurde im März 2016 vorgestellt. Das neue Modell basiert auf einem LMP3-Chassis und soll am 6. und 7. August 2016 beim Supercar Challenge während des Gamma Racing Day gegen Benzin-Rennwagen antreten – und gewinnen. Der Forze VII verfügt über eine 100 kW leistende Brennstoffzelle sowie einen E-Motor mit einer Maximalleistung von 200 kW. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 210 Stundenkilometer, wobei der Wagen in weniger als vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

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