Mossau Energy: Blue Hamster ist eingeschlafen

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Blue Hamster 2014, © H2FC Tobias Renz

Die Mossau Energy GmbH hat Ende 2015 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und bis dato weder einen Firmennachfolger noch einen Investor für sein Blue-Hamster-Konzept gefunden. Helmut Janßen erklärte gegenüber den Ostfriesischen Nachrichten: „Die Mossau Energy GmbH gibt es nicht mehr. Das hat nichts mit Insolvenz zu tun.“ Der 81-jährige Firmengründer Günter Mossau hat schlichtweg keinen Nachfolger finden können, weshalb Ende Dezember 2015 die Liquidation erfolgte. Während allerdings das Firmengebäude vermietet werden konnte, sucht Helmut Janßen derzeit noch Investoren für den Blue Hamster. Diese Energiespeicherlösung hatte Mossau bereits 2013 während der Hannover Messe (s. HZwei-Heft Jul. 2013) und auch 2015 während der Intersolar präsentiert. Ein Referenzsystem, bestehend aus einer 100-kW-Solaranlage, einer 41-kWh-Batterie, einem 2,3-kW-Elektrolyseur, einem 20.000-l-H2-Druckbehälter sowie einer 2,3-kW-Brennstoffzelle, befand sich seit 2014 bei Klar Folien GmbH (nicht Kerafol Folien, geändert: 18.05.2017) in Betrieb. Zuletzt hieß es, die Serienfertigung sei für Ende 2015 angepeilt worden und Investoren aus dem Mittleren Osten stünden parat, allerdings sei das System noch nicht wirtschaftlich. Das eigentlich aus der Solarbranche stammende Unternehmen hatte für sein Konzept im März 2013 vom Bundeswirtschaftsministerium den „Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk“ erhalten.

2 Gedanken zu “Mossau Energy: Blue Hamster ist eingeschlafen

  1. Es ist möglich und technisch realisierbar. Wir haben es gezeigt und bewiesen. Und dies ohne viel Kapital und ohne besonderes „Experten Now How“! Vielen Dank an Günter Mossau der stets der Initiator dieser Idee gewesen ist. Gäbe es mehr Menschen wie Günter gäbe es kein Klimawandel. (Punkt)

  2. Schade, ich hatte die noch im ihrem „Headquarter“ in Aurich besucht
    und war ziemlich beeindruckt von der Anlage und vor allem,
    von den Leuten, die dahinter standen.
    Es hat wohl,
    – wie so Vieles in der Implementation von H2 und FC -:
    „nicht sollen sein…“.
    Es fehlen immer noch die „richtigen“ Ideen,
    und es fehlen immer noch die Leute, die sie durchsetzen können und wollen.

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