Auch Pedelecs fahren mit Brennstoffzellen

Linde-H2-Rad
Das Linde-H2-Bike

Die Idee ist schon zwanzig Jahre alt, jetzt könnte sie aber tatsächlich umgesetzt werden: Die Entwicklung eines serienfähigen Brennstoffzellenfahrrads. Wie Gase-Spezialist Linde im November 2015 verkündete, konzipierten werkseigene Ingenieure in weniger als drei Monaten ein Pedelec, das anstelle eines Akkus über eine Brennstoffzelle verfügt. Der benötigte Wasserstoff wird unter 340 bar in einer Composite-Kartusche mitgeführt, die 34 Gramm dieses Gases aufnehmen kann. Die darin gespeicherte Energie reicht für rund 100 km. Als Zwischenspeicher dient dem Linde-H2-Bike ein 60-Wh-Akku.

Erster „Kunde“ eines Rades der 100 Exemplare umfassenden limitierten Pilotserie war Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Ob weitere Exemplare dieses rund 24 kg schweren H2-Rades (BZ-System: 3,7 kg) folgen werden, ist allerdings zweifelhaft, denn Linde ging es zunächst darum zu zeigen, „dass sich die Vorteile des Wasserstoffantriebs nicht nur auf Autos, sondern auch auf Fahrräder anwenden lassen“.

Hydrogenics

In eine kommerzielle Richtung geht stattdessen Pragma Industries, die bereits im Mai 2013 ihr Alter Bike vorstellten (s. HZwei-Heft Jul. 2013). Damals hieß es, ihr H2-Fahrrad würde ab 2016 für Otto-Normalverbraucher erhältlich sein. Und tatsächlich kündigten die Franzosen im Herbst 2015 an, das neue Modell Alpha für 2.300 Euro auf den Markt bringen zu wollen. Es soll ebenso wie das Linde-Rad 100 km weit kommen, verfügt aber über einen größeren Akku (150 Wh). Zunächst sollen laut Auskunft von Pragma-Geschäftsführer Pierre Forte ebenfalls 100 Stück gebaut werden, 2017 könnten es dann aber schon 1.000 sein.

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