Wasserstoff-Tankstellen für die Schweiz

h2-inside_web
(Foto: S. Geitmann)

In der Schweiz starten erste Anläufe für den Aufbau einer Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge. Anfang April 2015 vermeldete ein Firmenkonsortium, dass Anfang 2016 die erste öffentliche Wasserstofftankstelle errichtet werden soll. Der dort zum Einsatz kommende Kraftstoff soll nachhaltig mit Hilfe von Wasserkraft erzeugt werden. Dafür plant der Energiedienstleistungskonzern Axpo, einer der größten Produzenten erneuerbarer Energien des Alpenstaates, den Bau eines Elektrolyseurs direkt an einem seiner bestehenden Laufwasserkraftwerke. Der auf diese Weise erzeugte Wasserstoff soll dann im Raum Zürich an einer Tankstelle der Coop Mineraloel AG, einer Tochtergesellschaft der Einzelhandelsgruppe Coop, angeboten werden. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung erfolgte am 7. April 2015 in Baden, Schweiz. Darin wurde nach Aussage des Coop-Verantwortlichen Jörg Ackermann vereinbart, dass „die Ergänzung des Tankstellennetzes mit Wasserstofftanksäulen entsprechend der Nachfrage in Etappen erfolgen soll“. Um die Nachfrage zu erhöhen, wird Coop künftig Brennstoffzellenfahrzeuge in der eigenen Flotte einsetzen. Die Projektierung erfolgt mit Unterstützung der H2 Energy AG, bei der Coop über einen Minderheitskapitalanteil verfügt. Projektkoordinator und operativer Geschäftsführer von H2 Energy ist Hansjörg Vock, der zudem Geschäftsführer ist bei BeBa H2 Speichersysteme sowie bei Diamond Lite, die seit 1999 Elektrolyseure von Proton OnSite (ehemals Proton Energy Systems) vertreibt.

2 Gedanken zu “Wasserstoff-Tankstellen für die Schweiz

  1. Sehr geehrter Dr. Zimmermann,
    ich erachte den Aufwand für überschaubar. Auch die Angst vor Wasserstoff ist vielfach nicht so groß, wie z.T. erwartet wird, und ohnehin ist sie unbegründet.
    Ich persönlich halte PtG daher für sehr sinnvoll, auch wenn damit zunächst noch kein Geld verdient werden kann. Mittelfristig ist dieser Weg aber sowohl ökonomisch als auch ökologisch betrachtet sinnvoll und somit nachhaltig.

  2. da ich einFan ihrer Fachbücher bin interessiert mich ihre Meinung, ob es für die Schweiz nicht sinnvoll ist unrentale Stromsitzen die Deutschland nichtmehrkauft umPower to gas Kraftstoff produzieren würde und zusätzlich einen grossen Speicher füllen sollten mit Methan um unabhängig wäre von de Kern energie und fossilenen ergietägern zu sein,denn dieAngst und der Aufwand vom Wasserstoffkraftstoff ist nicht zu vernachlässigen

Schreibe einen Kommentar