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Brennstoffzellen für Akku-Ladegeräte – ein Markt entsteht

bz-ladegeraete-webLange Zeit ungewiss war die Frage, welche Rolle Brennstoffzellen im Bereich der Consumer Electronics spielen werden: Dachten Ende des vergangenen Jahrhunderts noch etliche Entwickler, dass Brennstoffzellensysteme gerade im Segment kleiner, portabler Elektrogeräte mannigfach zum Einsatz kommen würden, muss heute konstatiert werden, dass weder Laptops noch Akku-Bohrer mit Brennstoffzellentechnik vorzufinden sind – zumindest bisher.

Es dürfte zwar mittlerweile feststehen, dass die derzeitige BZ-Technik nicht zum direkten Betrieb von Notebooks, Mobiltelefonen und Filmkameras geeignet ist, aber einen Anwendungsbereich gibt es doch in diesem Technologiespektrum: die Akku-Aufladegeräte.

Es hat zwar auch hier bedeutend länger gedauert als erwartet, aber im Laufe dieses Jahres dürfte die Anzahl kommerziell erhältlicher brennstoffzellenbetriebener Ladegeräte auf drei steigen, so dass von einem richtigen Markt gesprochen werden kann. Wie die HZwei im Oktober-Heft 2014 berichtete, musste zwar das US-amerikanische Unternehmen Lilliputian Systems kurz vor dem Markteintritt aufgeben, aber mit eZelleron, Intelligent Energy und myFC gibt es jetzt drei europäische Firmen, deren Geräten gute Chancen im Elektroniksektor eingeräumt werden (s. HZwei April-Heft, S. 36-39). Wann diese Technik auch für Großkonzerne wie Apple interessant wird, ist allerdings noch ungewiss.

10 Gedanken zu “Brennstoffzellen für Akku-Ladegeräte – ein Markt entsteht

    • Ich denke, dass eine neue billige Generation der Akkutechnik das Thema überholen wird. Vor langer Zeit hatte ich mich schon mit High-Caps beschäftigt. Eine Weiterentwicklung wird es wohl geben. Knackpunkt ist, Energie kurzfristig im erfoderlichen Gebrauchsmassstap zu speichen (mit entsprechender Ah) unter Nutzung von regenerative Energie.
      In meiner Heimatstadt wird derzeit versucht, Windenergie via Elektrolyse und Anschließender Stromgewinnung mittel Brennstoffzelle zu nutzen (Wirkungsgrad bei ca. 30%). Der Wirkungsgrad wir mit massiven Fördergelder künstlich hochgepuscht!

      • Sorry, aber wie wird den ein Wirkungsgrad „künstlich hochgepuscht“? Ihre Aussage ist ja richtig, dass da Fördergelder in die Projekte fließen, aber wenn Wirkungsgrad am Ende höher ist also vorher, dann ist er höher. Punkt. Was ist daran künstlich? Und was wäre Ihr Vorschlag, was stattdessen mit diesen Geldern gemacht werden sollte?

    • Eine gute Frage, die sich so rasch nicht beantworten lässt.
      Sollte die Akku-Speicher-Technik tatsächlich Entwicklungssprünge machen, müsste in der Tat die Rechtfertigung der Brennstoffzellentechnik neu überdacht werden…

    • Nach Auskunft von Andy Fuchs während der Hannover Messe 2015 sehen die Ingenieure von Toyota derzeit keine elementaren Durchbrüche in der Batterieladetechnik, die eine Brennstoffzellentechnik in Frage stellen könnte.

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