HZwei-Blog

Niedriger Ölpreis sorgt für Ungewissheit

(Quelle: Tecson)

Im Kfz-Sektor herrscht mal wieder Ungewissheit, welche Auswirkungen der niedrige Ölpreis auf die weitere Entwicklung haben mag: Wird der aufkeimende Markt für Elektrofahrzeuge gleich wieder abgewürgt oder ist das Elektromobilitätspflänzlein bereits so groß, dass das Wachstum nicht mehr gebremst werden kann? Nicola Brüning, die Leiterin der BMW-Repräsentanz Deutschland, baut weiterhin auf Elektromobilität und erklärte unlängst dazu: „Ohne Nachhaltigkeit bringe ich meine Autos heute nicht mehr in den Markt. […] Für die Premiumhersteller sind die 95 gCO2/km nur mit Elektroautos zu schaffen.“ Der E-Mobilitäts-Skeptiker Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen sieht das gänzlich anders. Er will festgestellt haben, „dass alle alternativen Antriebe Stück für Stück absterben“. Als Begründung dafür gibt er an: „Die Vorgaben sind mit den konventionellen Fahrzeugen mit dicken Motoren gut erfüllbar.”

Wer von diesen beiden Experten Recht behalten wird, werden wir erst in einigen Monaten wissen. Dann wird sich auch zeigen, ob es tatsächlich gelingen wird, die Reichweite der Fahrzeuge merklich zu erhöhen, was zu neuem Schwung in der Elektromobilitätsbranche führen könnte.

Hierzu sagte Brüning: „Die Reichweite von 150 km lässt sich weiter steigern.“ Dies sieht auch Renault so. Béatrice Foucher, die Direktorin von Renault Z.E., stellte in Aussicht, dass die nächste Fahrzeuggeneration 300 Kilometer weit mit einer Akkuladung kommen könnte. Neuauflagen vom Leaf und Zoe werden allerdings erst 2017 erwartet.

Währenddessen sorgt nanoFlowcell wieder für ordentlich Wirbel im Blätterwald: Mit dem neuen Quant F, der am 3. März 2015 auf dem Auto-Salon in Genf vorgestellt werden soll, sollen angeblich bis zu 800 km gefahren werden können (Spitzengeschwindigkeit vollelektrisch: über 300 km/h). Wer’s glaubt …

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