42-H2Gate-Stammtisch

Die H2Expo gibt’s nicht mehr

42-H2Gate-Stammtisch
Claus Ulrich Selbach, neuer HMC-Geschäftsbereichsleiter, mit Ute Landwehr-von Brock und Barbara Makowka (r., beide vom H2- & BZ-Stammtisch)

Die diesjährige H2Expo war als „Fachmesse für Speichertechnologie und Elektromobilität“, so wie sie im Vorfeld angekündigt worden war, nicht erkennbar. Vom 23. bis 26. September 2014 waren gerade einmal etwas mehr als ein Dutzend Stände in dem für die H2Expo ausgewiesenen Bereich zu finden. Zusammengerechnet mit den Ausstellern, die zum Thema Energiespeicherung unter dem Stichwort „Storage Tour“ ausstellten, waren rund 30 Institutionen auf dem Messegelände vertreten. Insgesamt präsentierten auf der erstmalig abgehaltenen WindEnergy Hamburg mehr als 1.250 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Für die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC), die diese Messe so in der Hansestadt zum ersten Mal veranstaltete, war dies ein Erfolg.

Den Auftakt zur WindEnergy Hamburg 2014 machte am 22. September Sigmar Gabriel, der Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Gemeinsam mit Olaf Scholz, dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, und Torsten Albig, dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, eröffnete er im Hamburger Rathaus offiziell diese internationale Leitmesse für die On- und Offshore-Windbranche. Teil der Messe sollte in diesem Jahr die H2Expo sein. Tatsächlich waren aber die gerade einmal 21 Aussteller inklusive Unterausstellern ganz hinten in Halle B6 nicht wirklich präsent. Dementsprechend gab es unter dem für den Aufbau zuständigen Standpersonal Stimmen, die berichteten, sie hätten am ersten Tag die H2Expo lange Zeit vergeblich gesucht.

Auch wenn die Messe für Elektromobilität, Brennstoffzellen, Wasserstoff und Speicherlösungen auf dem Geländeplan groß als eigenständiger Bereich eingezeichnet war, handelte es sich hierbei doch eher um eine recht verstreute Anordnung von Messeständen, die irgendwie unter dem Schlagwort „Storage Tour“ zusammengefasst waren. Fast ein Dutzend der orange gekennzeichneten Aussteller hatte allerdings nichts oder nur sehr entfernt mit dem Thema Energiespeicherung zu tun. Und teils wusste das Standpersonal überhaupt nicht, was die Storage Tour überhaupt sein sollte. Hinzu kam, dass keines der vier angekündigten Themen auch nur annähernd dargestellt wurde. Die Wasserstoffforen, die an zwei Vormittagen hinten in Halle B6 abgehalten wurden, waren jedoch prominent besetzt, äußerst informativ und auch sehr gut besucht. Zwischen den Hallen gab es zudem einen Park-and-ride-Bereich, der anfangs mäßig, später durchaus rege genutzt wurde.

Im Vergleich zu diesem mauen Abgang der H2Expo konnte sich die Premiere der WindEnergy sehen lassen: Verteilt über vier große Hallen zeigten Aussteller aus 33 Ländern den mehr als 33.000 Besuchern unter dem Funkturm, was sie zu bieten hatten: Das reichte von Fiberglasprodukten bis hin zu Kletterutensilien. Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt, nannte Hamburg dann auch „die Hauptstadt der Windenergie“.

Ein Zusammenwachsen der Bereiche Wind und Wasserstoff war allerdings nur ganz vereinzelt erkennbar: GP Joule hatte beispielsweise als einziges Unternehmen in Halle A1 den Elektrolyseur seiner Unternehmenstochter h-tec ausgestellt, ohne dass das Lübecker Unternehmen jedoch als Unteraussteller mit vertreten war. In Halle B6 zeigte E.ON Gas Storage ein Modell einer Elektrolyseeinheit und machte damit Werbung für sein geplantes Power-to-Gas-Projekt in Hamburg-Reitbrook, hatte aber ebenfalls kein Fachpersonal dafür vor Ort. Seitens des Veranstalters, der Hamburg Messe und Congress GmbH, hieß es dennoch, dass aus der Windbranche Interesse am Energiespeicherthema angemeldet wurde.

Das Gefühl, dass hier ein Branchentreffen norddeutscher H2- und BZ-Unternehmen stattfindet, wurde am ehesten während des 42. Hamburger Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Stammtisches vermittelt, den H2Gate am Abend des 24. Septembers in Halle B6 gemeinsam mit der Hamburg Messe und Congress GmbH veranstaltete.

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