CO2-Grenzwert-Kompromiss gefunden

emissionenKurz vorm Jahresende hat der Umweltausschuss des Europaparlaments bestätigt, dass Neuwagen ab 2021 nur noch durchschnittlich höchstens 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen. Damit stimmte das Gremium mit großer Mehrheit dem Kompromiss über die Klimavorgaben zu, den die Vertreter der EU-Staaten Ende November 2013 ausgehandelt hatten. Dieser besagt weiterhin, dass im Jahr 2020 bereits 95 Prozent der neuen Autos diesen Grenzwert einhalten müssen. In den USA dürfen im Jahr 2020 Neuwagen 121 g, in China 117 g und in Japan 105 g CO2 ausstoßen. So genannte Super-Credits, also die Mehrfachanrechnung von Elektrofahrzeugen, wurden für drei Jahre vereinbart: 2020 ist der Anrechnungsfaktor 2, 2021 beträgt er 1,67 und 2022 dann 1,33. Für jeden Automobilhersteller ergeben sich aus diesen Regelungen eigene Vorgaben.

Eine schärfere Regelung, gemäß der Neuwagen bereits ab 2020 im Flottendurchschnitt nur noch 95 Gramm CO2 ausstoßen dürfen, wurde auf Drängen der deutschen Delegation wiederholt abgemildert (s. HZwei-Heft Okt. 2013). Die endgültige Entscheidung durch das Parlament ist für Ende Februar 2014 angesetzt. Eine Zustimmung gilt aber als wahrscheinlich, da auch der deutsche Verband der Automobilindustrie sich nicht mehr grundsätzlich gegen diesen Kompromiss gewehrt, sondern nur von „gewaltigen Herausforderungen“ gesprochen hat. Umweltverbände kritisierten indessen die Abschwächung der ursprünglichen Vorgaben.

Eigentlich sollte bereits am 27. Juni 2013 ein Kompromissvorschlag beschlossen werden: s. Meldung vom 16. Oktober 2013

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