Kohler-Colell-Ballhausen

Kommentare aus der Industrie zum NIP 2.0

Kohler-Colell-Ballhausen
H. Kohler, Daimler; H. Colell, Heliocentris; A. Ballhausen, Ceramic Fuel Cells (v.l.)

Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW GmbH soll über das Jahr 2016 hinaus die deutschen H2- und BZ-Aktivitäten koordinieren. Das steht jetzt fest. Jedenfalls steht es so in dem von CDU/CSU und SPD ausgehandelten Koalitionsplan. Wie aber im Detail die weitere Förderung aussehen wird, das ist noch offen. Die Industrie hat sich hierzu allerdings schon einige Gedanken gemacht und Forderungen formuliert. HZwei hat dazu einige Stimmen führender Industrievertreter eingesammelt.

Prof. Dr. Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung & Nachhaltigkeit, Umweltbevollmächtigter der Daimler AG: „Dank dem NIP war es möglich, entscheidende Weichen für die Marktvorbereitung der Brennstoffzellentechnologie zu stellen. Jetzt geht es darum, die Kommerzialisierung erfolgreich umzusetzen. Und dazu ist intensives Teamwork gefragt. Deshalb müssen Politik, Energieversorger und Automobilhersteller dafür im engen, internationalen Dialog die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Unser Ziel, ab 2017 wettbewerbsfähige Brennstoffzellenfahrzeuge in großen Stückzahlen auf den Markt zu bringen, verfolgen wir weiterhin mit großem Engagement. Daher würden wir die Fortführung des NIP sehr begrüßen, damit der notwendige Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur mit dem gleichen Nachdruck vorangetrieben werden kann.“

Dr. Henrik Colell, Sprecher der Industrieplattform Clean Power Net und Vorstand der Heliocentris Energy Solutions AG: „Als Anbieter von autarken Energielösungen für die Telekommunikation sehen wir derzeit einen Trend in Richtung der Reduktion fossiler Brennstoffe bei gleichzeitiger Erhöhung der Versorgungssicherheit von Mobilfunk-Standorten. Der Einsatz von erneuerbaren Energien und insbesondere die Brennstoffzelle bieten hier zukunftsweisende Gesamtlösungen. Die sichere Stromversorgung mit Brennstoffzellen ist das zentrale Thema der 23 Unternehmen und Institutionen des Clean Power Net (CPN). Für uns als CPN ist die Weiterführung des NIP ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine breite Markteinführung. Durch Unterstützung gezielter Weiterentwicklung sowie die Skalierung der Technologien und Lösungen wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen massiv gestärkt.“

Andreas Ballhausen, Sprecher der Initiative Brennstoffzelle und Mitglied der Geschäftsleitung Vertrieb der Ceramic Fuel Cells GmbH: „Aus Sicht der in der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) vertretenen Heizungsindustrie und Energiewirtschaft ist die Fortführung des NIP von großer Bedeutung. Die Markteinführungsphase der Brennstoffellenheizgeräte hat begonnen. Das NIP muss einen substantiellen Beitrag zur Marktaktivierung leisten sowie den Aufbau der Serienfertigung vorantreiben. Hierzu ist es notwendig, dass ein Förderprogramm seitens der Politik aufgesetzt wird, das den Brennstoffzellenherstellern einen verlässlichen Rahmen bietet, um den Aufbau der Serienfertigung voranzutreiben.“

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