Baut Ballard bald Brennstoffzellen in Bochum?

Hannelore Kraft hat Bochum als zukünftigen Produktionsstandort für Brennstoffzellenfahrzeuge ins Gespräch gebracht. Während ihres Kanada-Aufenthalts Ende Mai 2013 stattete die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen der Automotive Fuel Cell Cooperation in Vancouver einen Besuch ab und erklärte gegenüber Dr. Andreas Tuckenbrodt: „Natürlich sind wir – weil wir ein guter Standort sind – daran interessiert.“ Zuvor hatte der AFCC-Vorstandsvorsitzende deutlich gemacht, dass die Brennstoffzellenautos von Daimler, die ab 2017 in Serie gehen sollen, in Deutschland hergestellt werden könnten. Tuckenbrodt sagte weiterhin, dass die BZ-Fahrzeuge maximal 3.000 Euro mehr als ein Standardmodell kosten sollen. NRW als Standort würde sich aufgrund des großen dort angesiedelten Brennstoffzellennetzwerks anbieten. Ob der Zuschlag aber tatsächlich auf die ehemalige Opel-Stadt fällt, in der 2014 die Autoproduktion eingestellt werden soll, ist völlig offen.

20 Gedanken zu “Baut Ballard bald Brennstoffzellen in Bochum?

  1. Was ist eigentlich der aktuelle Stand in Bochum ? Werden da nun weiter Autos gebaut ? Womöglich sogar Elektroautos mit Brennstoffzelle ?

  2. hehehe,
    wenn es jemanden um DIE Sache geht,
    dann wohl mir.
    Hiermit verabschiede mich hiermit aus dieser illustren
    Experten/Runde und wuensche allen aktiv und passiv Beteiligten
    alles Gute!
    Meldet euch bitte, wenn ihr fertig seit!

  3. Hallo die Herren,
    darf ich hier mal einschreiten: Wir wollen doch bitteschön bei den üblichen Forumsformen bleiben und die Form wahren, so dass niemand beleidigt wird. Dies gilt für beide Seiten.
    Also, bitte diskutieren Sie in der Sache, nicht persönlich.
    Gruß, Geitmann

  4. Um sauber zu bleiben, sollte man zunächst klarstellen, dass es sich um AFCC und nicht um Ballard handelt. 2 Paar Stiefel.

  5. Ja, ja , ja, diese „Argumentationskette“ höre ich
    so oder so ähnlich seit Jahrzehnten.
    Leider IMMER ohne irgend weche Ergebnisse.
    Also funktionieren sie nicht.
    Wir sollten uns bitte andere Argumente ausdenken.
    Und, lieber Herr Behrenwaldt, eine Brennstoffzelle ist bitte
    KEIN Motor. Und sie wird auch niemals einer sein.
    Das sollten wir schon sauber bleiben,
    um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften!
    Die „Basics“ sind schon kompliziert genug!

    • Lieber Herr Evers,
      Sie müssen nicht in Resignation verfallen oder gar andere für blöd verkaufen, nur weil sie jahrzehntelang – leider erfolglos – für BZ und H2 geworben haben. Ihre Verdienst in allen Ehren, aber mit Ihrer resignativen Kritik tun sie der Sache mit Sicherheit keinen Gefallen ! Bitte denke Sie weiter positiv und beteiligen Sie sich an möglichen Lösungen statt andren den Mut zu nehmen !

      • Hah, hah hah. Das hätte ich so gerne getan.
        Und resignieren tu ich noch lange nicht…
        NUR:
        Leider gibt es keine “ möglichen Lösungen..“
        Jedenfalls KEINE sinnvollen.
        Und das weltweit. Schade drum.
        Und schade um die „Geblendeten“!

        Und @ Heinz, The Skipper:
        Die Unterschiede zwischen AFCC und Ballard kenne ich sehr genau.
        Ich war nämlich mehrfach dort und habe sie beide besucht.
        Man geht übrigens durch die gleiche (selbe?) Eingangstür,
        um zu beiden zu kommen!
        Macht weiter so Jungs!

    • Hallo Arno,
      ist ja nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem interessant (viele Bilder).
      Was können wir dazu beitragen, dass in Bochum BZ-Autos gebaut werden ?

      Vorteil in NRW: Dort gibt es eine 240 Km lange H2-Pipeline, in der zwar noch kein „grüner“, aber relativ preisgünstiger Wasserstoff transportiert wird.

      Meines Erachtens muss man vom Start weg – am besten schon vor dem Start – so viele BZ-Autos verkaufen, dass man sie zu einem attraktiven Preis herstellen und verkaufen kann. Nur dann kann der Absatz boomen !

      Ich glaube von Ballard stammt die Ansage, dass eine BZ nur noch 50 €/KW kosten würde, wenn man davon 100.000 Stück p.a. produziert ! Stimmt das ?
      Diese Zahl wäre mit einem attraktiv gestalteten, preisgünstigen BZ-Auto m.E. erreichbar.

      • Hallo, Herr Behrenwaldt, und wieder sind *wir* einmal bei NULL:
        Und wer bitte ist *wir* der dafür sorgen will,
        dass in Bochum BZ-Autos gebaut werden sollen?
        Ich bin es mit Sicherheit NICHT.
        Da gibt es ganz andere Möglichkeiten.
        Und den Report von 2009 habe ich bewusst hier zitiert,
        weil seitdem erneut so gar NICHTS passiert ist. Und das war vor 4 Jahren.
        Du meine Güte, was für lahme Vereine!
        Wie peinlich, das Ganze!

        • Mit „WIR“ meine ich natürlich die Teilnehmer dieses Blogs bzw. dieser Diskussion.
          Da sich vermutlich weder ein Verantwortlicher von Opel bzw. GM noch von der Landesregierung an diesem Blog beteiligt, ist das so eine Art „Eunuchen-Diskussion“: Wir wissen zwar, wie es geht, können aber nicht ! Das schließt jedoch nicht aus, denen, die es können und sollen, Vorschläge zu unterbreiten.
          So sehe ich das auch in Bochum. Dort steht die Landesregierung unter dem Druck, für die Autofabrik, die Ende 2014 geschlossen werden soll, eine Lösung zu finden, wobei es einerseits um Arbeitsplätze, andererseits um Steuereinnahmen geht.

          Die Produktion von Brennstoffzellen macht aus meiner Sicht als Marketingmann nur Sinn, wenn man dafür auch genügend Käufer findet. Die findet man, wenn das Produkt gut und preiswert, also attraktiv ist.

          Ich gehe davon aus, dass es an der Qualität und Zuverlässigkeit von Ballard-BZ keine Zweifel gibt. Also geht es um den Preis. Der sollte nicht wesentlich höher sein als als der Preis für einen Motor vergleichbarer Leistung. Das schafft man nur, wenn man die BZ in ähnlichen Stückzahlen baut wie einen Motor. Das ist meines Erachtens gegenwärtig nur möglich, wenn man Autos mit BZ statt Motor baut, denn mit stationären Anlagen kommt nicht so schnell auf die erforderlichen Stückzahlen.

          Die Regierung kann und sollte weder Autos noch BZ bauen, aber sie kann Bedingungen schaffen, dass es ein Unternehmer wagt, „die Wurst nach der Speckseite“ zu werfen, d.h. ein BZ-Auto zu einem Preis anzubieten, der so attraktiv ist, dass die erforderlichen Stückzahlen zustande kommen (das berühmte „Huhn-oder-Ei-Problem“.

          Neu ist, dass In NRW erstmals eine Landesregierung unter Druck steht, eine dauerhaft tragfähige Lösung für eine von Schließung bedrohte Autofabrik zu finden. Darin sehe ich die Chance, auf deutschem Boden die erste Autofabrik zu starten, die BZ-Autos in Großserie produziert. Dazu wäre zwar Daimler in der Lage, weil sie das Know-how haben, aber die glauben immer noch, dass sie das (noch) nicht nötig haben, weil das Geschäft mit ihren Luxuskarossen ja zumindest im Ausland noch ganz gut läuft. Deshalb verschieben sie den Starttermin immer weiter nach hinten.

          Die Frage ist also „Wer traut sich ?“ Ein Deutscher ? Ein Europäer ? Ein Asiate ? Oder vielleicht sogar GM selbst ?

  6. Die Frage ist, WER die BZ-Autos dort baut ? Opel ? VW ? Oder ein Chinese ?
    Und wer finanziert die H2-Tankstellen ? Linde ? AirLiquide ? Oder Frau Kraft ?

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