Projekt Unterelbe analysiert das Potential von Wind-Wasserstoff

Anfang des Jahres haben sich insgesamt 17 Unternehmen im Rahmen eines Pilotprojekts zur Analyse einer Wind-Wasserstoff-Wirtschaft zusammengeschlossen. Die Chemie- und Energiefirmen trafen sich in Laatzen bei Hannover mit mehreren Verbänden und Landkreisen verschiedener norddeutscher Bundesländer. Gemeinsam wollen sie untersuchen, wie die Aussichten für den Energiespeicher Wasserstoff sind und wie Anreizsysteme für eine verstärkte Nutzung von Wind-Wasserstoff aussehen könnten. Dafür beauftragten sie die Unternehmensberatung Ernst & Young, eine der ersten überregionalen Studien dieser Art in Deutschland anzufertigen. Alexander Warstat vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) erklärte: „Bisher gab es nur kleinere Untersuchungen. Nun sollen Chancen, Rahmenbedingungen und Anreizsysteme für eine wirtschaftliche Nutzung von Wasserstoffspeichern genauer geprüft werden.“ Dr. Martin Altrock vom Projektpartner Becker Büttner Held (BBH) ergänzte: „Die alternativen Verwendungsmöglichkeiten des Windwasserstoffs betrachten wir als einen großen Vorteil gegenüber anderen Speichertechnologien, und dies könnte auch mögliche Kostennachteile kompensieren.“ Betrachtet werden soll die Region an der Unterelbe rund um Stade, und zwar sowohl auf niedersächsischer als auch auf schleswig-holsteinischer Seite. Die Koordinierung liegt bei der ChemCoast e. V., einer Initiative des VCI Nord.

7 Gedanken zu “Projekt Unterelbe analysiert das Potential von Wind-Wasserstoff

  1. Wir haben im XING-Blog „Marketing für H2 und BZ“ auch darüber diskutiert und kamen zu dem Ergebnis, dass „Power to gas“ sich nur rechnet, wenn der Strom aus Überschussproduktion sehr billig oder sogar kostenlos ist. Dann könnte man den Wasserstoff zum gegenwärtigen Marktpreis von etwa 5-6 Ct./KWh verkaufen. Eine Rückverstromung rechnet sich auf keinen Fall !
    Die Investition in Elektrolyseure etc, lohnt sich allerdings nur dann, wenn man auf eine ausreichende Auslastung kommt.
    Vielleicht kann mal jemand, der die Investitionskosten kennt, darstellen, unter welchen Voraussetzungen sich das rechnet
    (Investition / Strompreis / Betriebsstunden und -kosten / Verluste / Lagerkosten in Kavernen etc.)

    • Hallo Herr Behrenwaldt,
      die Diskussion in der XING-HZwei-Gruppe läuft ja ganz rege, insbesondere zum Thema “Marketing für H2 und BZ”.
      Wenn Sie mehr über eine Wirtschaftlichkeitsanalyse lesen wollen, schauen Sie am besten ins aktuelle HZwei-Heft (April-Ausgabe). Dort finden Sie auf der Seite 13 die Studie „Integration von Wind-Wasserstoff-Systemen in das Energiesystem“.
      Weitere Details können Sie dann im Juli-Heft der HZwei nachlesen.
      Gruß, Geitmann

      • Habe ich gelesen und hat mich zu dem Blog „Marketing…“ angeregt. Vermisse dort jedoch Ihre Beiträge, denn der Dialog mit Heiko Schumacher war gut, aber scheint beendet zu sein…

        Gruß
        Achim Behrenwaldt

        • Bitte verstehen Sie, dass ich zwar versuche, mich so weit wie möglich mit einzubringen, dass ich mich aber selbst mehr in der Moderatorrolle sehe. Ich stoße gerne Themen an, diskutiere mitunter auch mal mit, kann mich aber rein zeitlich nicht bei jedem Meinungsaustausch mit einklinken. Solche Diskussionen leben von Leuten wie Ihnen, die mitdenken, was zu sagen haben und sich selbst engagieren. Behalten Sie dies doch bitte bei.
          Gruß, Geitmann

  2. An den Arbeiten maßgeblich beteiligt ist neben Ernst&Young und Becker Büttner Held auch die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) http://www.lbst.de, die im Projekt unter anderem für die Analyse der Mengengerüste und die Definition der Wertschöpfungsketten verantwortlich ist.

  3. Die Schrecksekunden in der Energie-Wirtschaft sind in der Tat lang.
    Bis da mal etwas wirklich Gutes passiert, vergehen schon mal Generationen.
    Du meine Güte, haben wir überhaupt diese Zeit?
    Nach meiner bescheiden Einschätzung,
    ich beobachte diese Entwicklung schon seit 1995 weltweit sehr genau,
    eher nicht.
    Es fehlen einfach die richtigen Leute an den richtigen Stellen.
    Schade
    um uns!

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