Nach Buderus versucht sich jetzt Junkers an Brennstoffzellen-Heizgeräten

Das neue CeraPower-FC-Gerät von Junkers

Die Bosch Thermotechnik GmbH hat auf der ISH 2013 ihr Comeback im Bereich der Brennstoffzellen-Heizgeräte begangen. Vom 10. bis 14. März 2013 zeigte Bosch Thermotechnik nun in Frankfurt am Main das Resultat der zwischenzeitlichen Entwicklungsarbeiten, die weitestgehend im Stillen stattgefunden hatten. Herausgekommen ist die CeraPower FC, die unter der Marke Junkers präsentiert wurde.

Das Brennstoffzellengerät für Ein- und Zweifamilienhäuser basiert einerseits auf der bereits bestehenden Solar-Brennwertlösung von Junkers, der CerapurSolar, und andererseits auf der Festoxid-Technologie (Solid Oxid Fuel Cell), die einen elektrischen Wirkungsgrad von 45 Prozent gewährleistet. Laut Herstellerangaben „arbeitet das Heimkraftwerk effizienter als herkömmliche Lösungen mit Kraft-Wärme-Kopplung“ (Gesamtwirkungsgrad: 90 %). Weiter heißt es, dass die Stromkosten und auch der CO2-Ausstoß merklich sinken. Demgegenüber steigt aber der Gasverbrauch. Die CeraPower FC verfügt neben dem Brennwertgerät zur Abdeckung von Spitzenlasten sowie dem Pufferspeicher und einem Warmwasserbereiter über eine Brennstoffzelle, die eine elektrische Leistung von 0,7 kW liefert. Die Nennwärmeleistung von Brennstoffzelle und Erdgas-Brennwertgerät beträgt maximal 25 kW.

Hydrogenics

Junkers greift bei diesem Gerät auf alt bekannte Technik aus dem Heizungssegment zurück, was den Vorteil hat, dass die Fachhandwerker nicht komplett umlernen müssen. Indem die meisten Bauteile und Anschlüsse bereits bekannt sind, werden Installation und Wartung vereinfacht. Die Erprobung dieser Technologie soll mit etwa 70 Geräten ab Sommer 2014 bei einem Feldtest im Rahmen des europäischen Demonstrationsprogramms ene.field beginnen, bevor voraussichtlich 2016 die Markteinführung folgt.

Für Bosch ist dies der zweite Anlauf in Sachen Brennstoffzellen. Zur Jahrtausendwende hatte Buderus an einem eigenen Brennstoffzellensystem gearbeitet. Nachdem aber die Robert Bosch GmbH im Jahr 2003 mehr als 95 Prozent der Buderus-Aktien übernommen hatte, waren die Buderus Heiztechnik GmbH und die Bosch Thermotechnik GmbH zusammengegangen und hatten die BBT Thermotechnik GmbH gebildet. Vier Jahre später erfolgte dann die neuerliche Umfirmierung in die Bosch Thermotechnik GmbH. Die Brennstoffzellenaktivitäten blieben bei diesen Umbenennungen allerdings auf der Strecke (s. HZwei-Heft April 2008). Bosch konzentrierte sich damals mit den Marken Buderus und Junkers auf kurzfristiger zu realisierende Möglichkeiten der CO2-Reduzierung durch Mikro-KWK-Geräte, wozu insbesondere der Stirling-Generator gehörte. Bosch Thermotechnik blieb in dieser Zeit lediglich beobachtendes Mitglied in der Initiative Brennstoffzelle (IBZ). Die Eigenentwicklung eines BZ-Systems wurde auf Eis gelegt und erst in den letzten Jahren gemeinsam mit entsprechenden Partnern allmählich wieder aufgenommen.

Auch der Mitbewerber Baxi Innotech war auf der ISH 2013 zugegen und stellte eine neue Version seines Brennstoffzellenheizgerätes vor. Gemeinsam mit seinem Mutterkonzern BDR Thermea zeigte Guido Gummert, Geschäftsführer der Baxi Innotech GmbH, auf der Frankfurter Messe für den Sanitär- und Heizungssektor die gegenüber den Vorläufermodellen nochmals technisch optimierte Version eines kompletten Energieversorgungssystems: die Gamma Premio. Das Hamburger Unternehmen wird die fünfte Gerätegeneration auch in Hannover (Halle 27, Stand E51: IBZ-Gemeinschaftsstand) als „Systemlösung für die Energieversorgung eines Einfamilienhauses“ präsentieren.

1 Gedanke zu “Nach Buderus versucht sich jetzt Junkers an Brennstoffzellen-Heizgeräten

  1. hehehehehehe
    Wenn es nicht alles SO ernst wäre, könnte *man* sich fast totlachen.
    Die Schrecksekunde bei einigen hoch bezahlten Managern
    ist schon ziemlich lang,. sie geht oft in die Jahrzehnte …
    Und der entscheidende Satz hier ist dieser:
    ZITAT:
    >>>“ …(XYZ) …verfügt über eine Brennstoffzelle,
    die eine elektrische Leistung von 0,7 kW liefert….“
    <<<<ZITAT-ENDE.
    was bitte sollen wir mit 0,7 kW , die in der Anschaffung zwischen
    10.000 und 20.000 Euro kosten?
    Und warum bitte sollen wir ERDGAS überhaupt reformieren?

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