Mainz ohne Brennstoffzelle

Der Hydrogen4 in Berlin – bald ein Bild vergangener Tage?

General Motors setzt seine Umstrukturierungsmaßnahmen fort: Mitte Oktober 2012 gab das deutsche Tochterunternehmen Opel bekannt, dass die Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen aus Mainz-Kastel abgezogen wird. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber der Financial Times Deutschland: „Die betroffenen 200 Mitarbeiter werden andere Aufgaben in der Fahrzeugentwicklung übernehmen.“ Weiter hieß es, rund 40 Mitarbeiter würden weiter am Standort für die Batterieentwicklung beschäftigt werden. Auf Nachfrage der HZwei-Redaktion nach Gründen für diesen Schritt erklärte Opel-Sprecher Andrew Marshall: „Die Entscheidung wurde getroffen, weil General Motors die Brennstoffzellenaktivitäten in seinem globalen Headquarter für die Entwicklung von Antriebssystemen konsolidieren will. GM entwickelt nach wie vor in Richtung Batterie, Reichweitenverlängerung und Brennstoffzelle sowie Optimierung von Verbrennungsmotoren.“ Weiterhin sagte er: „Weder Arbeit noch Arbeitsstellen werden in die USA verlagert, aber Opel wird die HydroGen4-Flotte hier in Deutschland weiterhin betreiben.“
Wenige Tage zuvor, am 5. Oktober, hatte GM bereits verkündet, das US-amerikanische Brennstoffzellenzentrum von Honeoye Falls, New York, nach Michigan zu verlegen. Dies bedeutet den Umzug der 220 Fachkräfte in einen anderen Bundesstaat, „um Doppelungen zu vermeiden“, wie es hieß. Die Vize-Präsidentin Mary Barra erklärte dazu: „Ein Hauptaugenmerk für GMs Elektrifizierungsstrategie wird auf dem Stecker liegen.“ Damit bewegt sich der US-Konzern bewusst von der Brennstoffzellentechnologie fort und baut vornehmlich auf Plug-in-Lösungen.

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