Elektro-Auto-Test auf österreichisch

Elektrofahrzeuge bieten kaum Vorteile gegenüber konventionellen Diesel-Autos, das hat zumindest eine österreichische Studie ergeben, die im Sommer 2012 an der TU Wien vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (IFA) durchgeführt worden ist. Im Auftrag des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring-Clubs (ÖAMTC) und des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) untersuchten die Ingenieure vier E-Autos (Mitsubishi iMiEV, Mercedes Benz A-Klasse E-Cell, Smart Fortwo Electric Drive, Nissan Leaf) und verglichen diese mit einem Diesel-Pkw (VW Polo BlueMotion). Der ÖVK-Vorsitzende Prof. Hans-Peter Lenz fasste die Ergebnisse so zusammen: „Auch wenn E-Fahrzeuge in einzelnen Kriterien besser abschneiden als ein Diesel-Pkw, bringt die Anschaffung eines Elektroautos nach derzeitigem Stand keine nennenswerten Vorteile – weder für den Verbraucher noch für die Umwelt.“ Konkret erläuterte er: „Wer ein E-Auto kaufen will, muss zumindest mit dem doppelten Preis im Vergleich zu einem konventionellen Pkw rechnen. […] Auch die aktuellsten E-Fahrzeuge im Handel haben gegenüber einem Dieselfahrzeug eine stark eingeschränkte Reichweite. Noch dazu ist diese auch von der Umgebungstemperatur abhängig.“ Beim Energiebedarf blieb es unentschieden beim Test: Wird die Strom- beziehungsweise Dieselherstellung mitberücksichtigt, benötigt ein Elektroauto 95 Prozent der Energie eines Dieselfahrzeugs. Bei Überlandfahrten hingegen benötigt das Elektroauto um drei Prozent mehr Energie als der Diesel-Pkw. Bei der Klimawirksamkeit und bei den Stromkosten punkteten jedoch die elektromobilen Autos: „Betrachtet man die ganze EU, produziert ein E-Auto 83 Prozent der Treibhausgasemissionen eines Diesel-Pkw“, erklärte Lenz.

Schreibe einen Kommentar