Holpriger Start zur Deutschland-Tour der Antares DLR-H2

Die Antares DLR-H2 sollte heute, am 6. September 2012, zu einer Deutschland-Tour starten. Dieser Start musste aber kurzfristig abgesagt werden. Die Deutschland-Tour, die unter dem Motto „Energie 2.0 – abheben in eine saubere Zukunft“ steht, sollte als Vortest für zukünftige Langstreckenflüge dienen. Dafür sollte das Brennstoffzellenleichtflugzeug gegen Mittag vom Hamburger Flughafen abheben und später in Berlin landen. Dort soll der Rekordflieger vom 11. bis 16. September 2012 im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2012 präsentiert werden – auch im Flugprogramm. Vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) hieß es heute dazu: „Die Absage betrifft nur den Start in Hamburg. Die Antares wird in Berlin auf der ILA sein und von dort aus weiter nach Stuttgart fliegen. Der Grund für die Absage war ein kurzfristig aufgetretenes technisches Problem, das nicht mehr rechtzeitig für einen Flug von Hamburg behoben werden konnte.“

Die Antares war für diese öffentlichkeitswirksame Aktion extra überarbeitet worden. Projektleiter Dr. Josef Kallo vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärte gegenüber HZwei: „Es wurden komplett neue Brennstoffzellensysteme entwickelt – von Hydrogenics. Die Leistungsdichte (Dauerleistung bis zu 33 kW) wurde verdoppelt, die Zuverlässigkeit stark erhöht.“ Neben dem Volumen wurde bei dem neuen so genannten NextGen-System auch das Gewicht stark reduziert von zuvor 184 auf 75 kg. Kallo sagte weithin: „Die Brennstoffzellentechnologie, die für spätere Langstreckenflüge verwendet werden soll, ist entwickelt und einsatzbereit.“ Damit spielte er auf den ursprünglich für dieses Jahr geplanten Transatlantikflug an und stellte klar: „Der Transatlantik ist für dieses Jahr nicht realistisch.“

2 Gedanken zu “Holpriger Start zur Deutschland-Tour der Antares DLR-H2

  1. Anders als ursprünglich geplant ist die Antares DLR H2 nun nicht am 6. September 2012 von Hamburg , sondern am 7. September von Zweibrücken bei Saarbrücken über Hof nach Berlin geflogen. Nach der ILA ging es dann wieder über Hof nach Stuttgart.
    In Zweibrücken ist die Lange Aviation GmbH, die das Elektroflugzeug zur Verfügung stellt, angesiedelt.

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