Bildungsministerium bekommt Brennstoffzelle

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) baut derzeit einen neuen Amtssitz in Berlin und hat dafür ein eigenes 250 kW leistendes Brennstoffzellen-Kraftwerk bestellt. In der neuen Dienststelle direkt vis-à-vis des Kanzleramts soll zukünftig eine DFC250-EU der FuelCell Energy Solutions GmbH für saubere Energie sorgen. Dr.-Ing. Markus Koch vom Stuttgarter Bauunternehmen BAM Deutschland erklärte: „Das Ministerium erwartet von uns einen state-of-the-art-Bürokomplex mit den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Das Brennstoffzellen-Kraftwerk bildet einen wichtigen Teil unserer Gesamtlosung, mit der wir diesen Ansprüchen gerecht werden wollen.“ Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, sagte: „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir die Entwicklung dafür notwendiger Technologien vorantreiben. Ich bin überzeugt: Brennstoffzellen spielen für die Energieversorgung der Zukunft eine wichtige Rolle. Dieses Brennstoffzellen-Kraftwerk soll demonstrieren, welchen Beitrag diese Technologie zur Energieversorgung großer Gebäude leisten kann.“ Die Grundsteinlegung für das 54.000 m2 große Bürogebäude am Kapelle-Ufer östlich des Berliner Hauptbahnhofes erfolgte am 5. Mai 2012 durch die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Die 350 Mitarbeiter des Ministeriums sollen dort nach aktuellem Stand im Herbst 2014 ihre Arbeit aufnehmen können.

3 Gedanken zu “Bildungsministerium bekommt Brennstoffzelle

  1. Diese 250kW Anlagen arbeiten meist auf SOFC Basis und mit (Erd) Gas.
    So was kann man weder als fortschrittlich noch als umweltfreundlich bezeichnen, weil: Fossil ist fossil und wird es auch bleiben.
    Außerdem frage ich mich, was mit den 250kW Anlagen passiert ist,
    die schon Mitte der 1990er Jahren in Deutschland installiert waren
    und wohl auch gelaufen sind…Zu mindestens für eine gewissen Zeitraum
    So z. B. in Hamburg-Bahrenfeld? Falls jemand von der Vattenfall dies liest,
    dem Rechtsnachfolger der Hamburgischen Electriziätswerke,
    so würde ich mich auf eine ehrliche Antwort hier sehr freuen!

    • Hallo Herr Evers,

      ja, der grundsätzliche Systemaufbau dieses Kraftwerks auf Basis der MCFC-Technologie folgt den früheren Erfahrungen. Abgesehen davon, dass wir mittlerweile Kraftwerke bis 2,8 MW Leistung sowohl auf Basis Erd- als auch Biogas anbieten, erreichen wir bei der Stacklebensdauer nun 5 Jahre. Das halte ich schon für fortschrittlich, ebenso wie den Fullservice-Vertrag über mehr als 10 Jahre, der dem Kunden das Technologierisiko abnimmt.

      viele Grüße aus Dresden
      Andreas Frömmel, Kfm. Leiter FCES GmbH

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