Ulmer eLaB wird erweitert

Im Labor für Batterietechnologie (eLaB) in Ulm wird eine Anlage zur Erforschung seriennaher Fertigungsprozesse von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge errichtet. Zum Auftakt der Arbeiten hat Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan am 20. Juli 2012 einen entsprechenden Förderbescheid in Höhe von 23,5 Mio. Euro an das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) übergeben. Am 4. September kam zudem Landeswirtschaftsminister Dr. Nils Schmid nach Ulm und unterschrieb die Absichtserklärung, dass 6 Mio. Euro vom Land Baden-Württemberg für die notwendigen Erweiterungsbauarbeiten um 3.000 m2 am eLaB beigesteuert werden. Initiator der Gebäudeerweiterung sowie des Anlagenbaus ist der Industrieverbund Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien (KLiB). Dessen Vorsitzender Dr. Hubert Jäger erklärte: „Die Forschungsproduktionslinie schließt die Lücke beim Übergang vom Labormaßstab zur Serienfertigung, um die deutsche Industrie zum Leitanbieter von Batterien zu entwickeln. Damit wird eine wesentliche Forderung der Nationalen Plattform Elektromobilität erfüllt.“ Das eLaB verfügt seit 2011 über Produktionstechnologien für kleine Lithium-Ionen-Zellen bis fünf Amperestunden (Ah) sowie über ein Sicherheits- und Batterietestzentrum. Mit der neuen Forschungsanlage können unter realen Produktionsbedingungen Musterserien für Batterien ab 20 Ah hergestellt und Prozess- und Verfahrensparameter optimiert werden. Die Produktionslinie soll bis 2014 fertig gestellt sein.

Bildungsministerium bekommt Brennstoffzelle

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) baut derzeit einen neuen Amtssitz in Berlin und hat dafür ein eigenes 250 kW leistendes Brennstoffzellen-Kraftwerk bestellt. In der neuen Dienststelle direkt vis-à-vis des Kanzleramts soll zukünftig eine DFC250-EU der FuelCell Energy Solutions GmbH für saubere Energie sorgen. Dr.-Ing. Markus Koch vom Stuttgarter Bauunternehmen BAM Deutschland erklärte: „Das Ministerium erwartet von uns einen state-of-the-art-Bürokomplex mit den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Das Brennstoffzellen-Kraftwerk bildet einen wichtigen Teil unserer Gesamtlosung, mit der wir diesen Ansprüchen gerecht werden wollen.“ Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, sagte: „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir die Entwicklung dafür notwendiger Technologien vorantreiben. Ich bin überzeugt: Brennstoffzellen spielen für die Energieversorgung der Zukunft eine wichtige Rolle. Dieses Brennstoffzellen-Kraftwerk soll demonstrieren, welchen Beitrag diese Technologie zur Energieversorgung großer Gebäude leisten kann.“ Die Grundsteinlegung für das 54.000 m2 große Bürogebäude am Kapelle-Ufer östlich des Berliner Hauptbahnhofes erfolgte am 5. Mai 2012 durch die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Die 350 Mitarbeiter des Ministeriums sollen dort nach aktuellem Stand im Herbst 2014 ihre Arbeit aufnehmen können.

HZwei vergibt Freikarten für eCarTec & Materialica 2012

Auch zur diesjährigen eCarTec verteilt der Hydrogeit Verlag wieder kostenlose Eintrittskarten. Die Leserinnen und Leser der Zeitschrift HZwei sowie die Abonnenten des Hydrogeit-Newsletters erhalten kostenlose elektronische Gast-Tickets, die für einen Tag sowohl für die eCarTec- als auch die Materialica-Messe 2012 gültig sind.

Mit dem auf dem Ticket abgebildeten Eintrittscode können sie sich kostenlos im Online-Shop der Messe München unter www.ecartec.de oder www.materialica.de anmelden. Sobald Sie sich registriert haben, können sie sich ihre gratis Eintrittskarte (pdf-Datei) selber ausdrucken. Wer keinen Online-Zugang hat oder über keinen Drucker verfügt, kann bei der Redaktion auch Print-Gasttickets per Post anfordern.

Bei Interesse wenden sie sich einfach an den Hydrogeit Verlag. Sie erhalten dann umgehend ihren Eintrittscode.

Diese Tickets sind kostenfrei und werden auch nicht im Nachhinein berechnet!

Autobauer ruhen sich aus

Die Anfang Mai 2012 erschienene Trendstudie Elektromobilität 2012 des Beratungsunternehmens Warnstorf-Berdelsmann Consulting hat ergeben, dass die großen Automobilkonzerne eher bremsen als pushen. Jörg Warnstorf, Geschäftsführer und Autor der Studie, erklärte gegenüber pressetext: „51 Prozent der befragten Fachleute sagen, dass die Elektromobilität aktuell stagniert.“ Die Unzufriedenheit der Branche sei daher hoch. In den Kommunen wachse zwar grundsätzlich das Interesse, aber sobald die Diskussion auf den Preis käme, würden alle abwinken. „Erschwerend kommt hinzu, dass der Staat zwar Millionen in Einzelprojekte investiert, die aber nur den großen Akteuren zugute kommen, während kleinere das Nachsehen haben”, sagte Warnstorf weiterhin und fügte noch hinzu: „Die deutschen Autobauer ruhen sich derzeit auf ihren Exporterfolgen im Luxussegment aus und sehen keine Eile, sich konsequent mit Elektromobilität zu befassen. Entsprechend werden Ankündigungen für den Start des ersten deutschen Elektroautos ständig nach hinten verschoben – zuerst auf 2011, später auf Anfang und nun auf Herbst 2012.“ Im Rahmen der Studie wurden über 400 Experten aus Wissenschaft, Entwicklung, Zulieferung, Finanzwelt und Automobilindustrie befragt.

Buch-Ankündigung: Geitmann schreibt über die Energiewende 3.0


Sven Geitmann wird im September 2012 sein neustes Buch mit dem Titel „Energiewende 3.0 – Wasserstoff und Brennstoffzellen – Eine saubere Sache“ herausbringen. Es handelt sich hierbei um die mittlerweile dritte Auflage seines Sachbuchs zum Thema „Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik“. Der Herausgeber der Fachzeitschrift HZwei hat das Buch aktualisiert sowie komplett inhaltlich überarbeitet und legt den thematischen Schwerpunkt dieses Mal auf die Frage, wie Wasserstoff dazu beitragen kann, eine wirklich nachhaltige Energiewirtschaft aufzubauen.

Alle reden aktuell in Deutschland über die Energiewende. Nach dem Einstieg in die erneuerbaren Energien zur Jahrtausendwende kann der 2011 beschlossene endgültige Ausstieg aus der Atomenergie als Energiewende 2.0 bezeichnet werden. Aber ein Ausstieg aus irgendetwas ist noch lange kein Konzept für eine nachhaltige Energiepolitik. Deswegen muss nach diesem erklärten Ausstieg der nächste Schritt folgen: Die Energiewende 3.0.

Geitmann skizziert in seinem neuen Buch, was sich im Energiesektor in den nächsten Jahren ändern muss, damit die Strom-, Wärme- und Kraftstoffversorgung nicht nur zuverlässig und sicher, sondern auch effizient und nachhaltig wird. Der Inhaber des Hydrogeit Verlags beschreibt die Potentiale von Brennstoffzellen, und wie sie als effektive Energiewandler zu der unbedingt notwendigen Wirkungsgradsteigerung beitragen können. Er legt offen die Vor- und Nachteile von Wasserstoff dar und erklärt, wie dieser als Energiespeicher für Wind- und Solarstrom fungieren kann. Der Maschinenbau-Ingenieur bedient sich dabei stets einer gut verständlichen Sprache, so dass dieses über 200 Seiten umfassende Buch nicht nur für Techniker, sondern auch für Laien bestens geeignet ist. Das Vorwort verfasst Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW).

Geitmann, S., Energiewende 3.0 – Wasserstoff und Brennstoffzellen – Eine saubere Sache, ISBN 978-3-937863-16-0, Hydrogeit Verlag, Oberkrämer, September 2012, Preis: 19,90 Euro

eCarTec-Kongress – 20 % Ermäßigung für HZwei-Leser und Abonnenten des Hydrogeit-Newsletters

Die eCarTec, 4. Internationaler Kongress für individuelle Elektromobilität, findet mit begleitender Messe vom 23. bis 24. Oktober 2012 in München statt. Alle Leserinnen und Leser der Zeitschrift HZwei, dem Magazin für Wasserstoff, Brennstoffzellen und Elektromobilität, sowie alle Bezieher des kostenlosen, monatlich erscheinenden Hydrogeit-Newsletter erhalten auf die Teilnahmegebühr 20 % Rabatt (Normalpreis: 890 Euro zzgl. 19 % MwSt.) – auch nach Ablauf des Frühbucherrabatts.

www.ecartec.de