Grüner Wasserstoff in Südtirol

Ein wichtiger Schritt für die Fertigstellung der geplanten Wasserstoffautobahn von München nach Verona ist vollzogen worden. Zahlreiche Vertreter aus der österreichischen Politik und Wirtschaft versammelten sich Ende September 2009 in Bozen, Südtirol, und wohnten der Grundsteinlegung für die erste Produktions- und Distributionsanlage von grünem Wasserstoff bei. In dieser Demonstrationsanlage, die direkt an der Autobahnausfahrt Bozen-Süd gelegen ist, soll der Kraftstoff erzeugt werden, der später in den Stationen, die jeweils in 100 Kilometer Entfernung aufgebaut werden sollen, getankt werden kann.

Die Kapazität von zwei Millionen Kubikmetern Wasserstoff ist zunächst für die Versorgung von bis zu tausend Autos mit einer durchschnittlichen Tagesleistung von 40 Kilometern oder 25 Bussen (je 180 km) ausgelegt. Neben der erforderlichen Speichertechnik umfasst der Baukomplex auch eine Photovoltaikanlage. Außerdem sollen an diesem Standort Schulungen und Tagungen abgehalten werden.

Landeshauptmann Luis Durnwalder betonte in seiner Rede: „Südtirol sieht im Wasserstoff einen wichtigen Energieträger der Zukunft, der noch dazu im eigenen Land produziert wird und die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen Schritt für Schritt reduzieren wird.“ Hinter diesem Vorhaben, das mit 16 Mio. Euro veranschlagt wird, stehen die Brennerautobahn-Gesellschaft sowie das Institut für Innovative Technologien (IIT) aus Österreich.

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