Bau des ersten Wasserstoffspeichers unter Tage

H2-Testkaverne entsteht im brandenburgischen Rüdersdorf

Luftbild, © EWE
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Der Klimawandel ist heute schon in vollem Gange. Schnelle Innovationssprünge bei neuen Technologien sind unumgänglich. Ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen und klimaschonenden Energiesystem ist der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. In Rüdersdorf bei Berlin baut EWE jetzt eine reine Wasserstoffkaverne, um den Energieträger zukünftig in großem Maßstab zu speichern und bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Damit nimmt der Energiedienstleister eine europäische Vorreiterrolle ein. In dem Projekt HyCAVmobil (Hydrogen Cavern for Mobility) kooperieren EWE und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Für die Energiewende und das Erreichen der europäischen und deutschen Klimaschutzziele braucht es Innovationssprünge und konsequentes Handeln. Auch aus diesen Gründen haben die EU-Kommission und die Bundesregierung den zügigen Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft verkündet. Sie haben verstanden, dass die notwendigen Fortschritte beim Klimaschutz nur zu erreichen sind, wenn neben Elektronen auch Moleküle aus erneuerbaren Energien eine Hauptrolle spielen – etwa Wasserstoff.

Das zukünftige grüne Energiesystem braucht die integrierenden Basiseigenschaften von Wasserstoff. Das ist Konsens. Das Gas ist sehr leicht speicherbar. Man kann es unkompliziert über weite Strecken transportieren und damit auch importieren. Es ist gleichzeitig Energieträger und Rohstoff. Und es ist in der Lage, die Sektoren miteinander zu verbinden. Wasserstoff kann vor allem Netzengpässe für erneuerbaren Strom zwischen Nord- und Süddeutschland überwinden, indem er in Form von grünem Gas durch die vorhandenen Rohrleitungen zu den Abnehmern im Süden transportiert wird.

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Auch auf der Nachfrageseite und bei der Politik wächst inzwischen das Interesse an Wasserstoff. An rechtlichen Fragen, am denkbaren Marktdesign und einem Förderregime für die Anlaufphase wird mit Hochdruck gearbeitet, konkrete Projekte werden geplant und einige auch schon praktisch umgesetzt.

Vom PowerPoint- in den Action-Modus

Auch der Energiedienstleister EWE hat die ersten Projekte bereits geplant und in der Umsetzung. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Oldenburg ist davon überzeugt, dass ein Wasserstoffsystem technisch und wirtschaftlich funktionieren kann, und es ist bereit, erheblich in die Wasserstoffwirtschaft zu investieren. Dafür müssen die regulatorischen Bedingungen optimiert werden. Zudem muss es im Sinne des Klimaschutzes ein faires Förderregime für den Markthochlauf geben, welches sowohl Investitionskosten als auch übergangsweise laufende Kosten berücksichtigt.

Ziel des Energiedienstleisters ist es, der erste integrierte H2-Versorger in Deutschland zu sein, der über die gesamte Wertschöpfungskette erfolgreich ist. Die Basis dafür bilden Praxiserfahrungen durch frühe Initiative. Das Unternehmen ist im Bereich der Erzeugung, der großtechnischen Speicher- und Transportinfrastruktur sowie im Vertrieb von Wasserstoff bereits technologieoffen aktiv. Beispielsweise erprobt EWE im niedersächsischen Huntorf im Kleinen, wie eine Wasserstoffwirtschaft funktionieren kann. Die geographischen und die geologischen Voraussetzungen prädestinieren den Nordwesten Deutschlands dafür, eine wichtige Region der deutschen Wasserstoffwirtschaft zu werden.

… Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des HZwei

Autoren: Stefan Dohler,EWE Aktiengesellschaft; Dr. Michael Kröner, DLR Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg

3 Gedanken zu „Bau des ersten Wasserstoffspeichers unter Tage“

  1. Der Transport von gasförmigen Wasserstoff über weite Strecken ist nicht wirtschaftlich und nicht ganz ungefährlich. Für die kontinuierliche Fortleitung müssen müssen die Fortleitungsdruckverluste durch eine ausreichend zu installierende Druckerhöhungsanlagen (welche energetisch nicht unerheblich sind) ausgeglichen werden. An eventuellen Leckage Stellen besteht absolute Brandgefahr und je nach Mischungsverhältnis mit der Außenluft Explosionsgefahr!!!

    Der Import von Solarstrom mit Hilfe von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen HGÜ ist dagegen wirtschaftlicher und sicherer. Die Fortleitungsverluste betragen nur 5 – 7% pro 1000 Km. Bei Leckagen besteht keine direkte Brandgefahr und keine Explosionsgefahr!

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  2. Ich befürworte 10% pro Jahr muss jede Firma erneuerbare Energie vorzüglich auf Ihren Werksgelände produzieren.Mehr ist natürlich erlaubt.Geld soll natürlich auch damit verdient werden dürfen.

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  3. Ein ähnliches Projekt läuft auch gerade in Schleswig-Holstein. Das Reallabor Westküste100 hat vor zwei Monaten den Förderbescheid des BMWI für den Ausbau einer ÖL-/Gaskaverne zum Wasserstoffspeicher erhalten. Leider hinken derzeit viele dieser Projekte/Reallabore hinterher, weil auf Fördermittel gewartet wird. Wenn das so weitergeht, können wir noch lange auf eine richtige Wasserstoffwirtschaft warten…

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