Aufbau reiner H2-Quartiere

Klimaneutrale Energieversorgung ganzer Siedlungen

Projektleiter Tom Lindemann (l.) erklärt das mySMARTLife-Projekt in Bergedorf

Immer mehr Bauprojekte setzen bei der Energieversorgung inzwischen auf Wasserstoff und Brennstoffzellen. Vor dem Hintergrund der Pariser Klimaziele liegt es nahe, für Neubauten keine fossilen Energieträger mehr einzuplanen, sondern komplett auf erneuerbare Energien zu setzen. Da aber der mit einer innovativen Energietechnik verbundene Aufwand oft doch erheblich ist, lohnt er sich umso mehr, je größer die Anzahl der Nutzer ist. Insbesondere für Quartierslösungen, bei denen mitunter viele Dutzende oder gar Hunderte Wohneinheiten gebaut werden, ist solch ein alternativer Ansatz sinnvoll.

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Komplette Energieautarkie wird marktreif

Autarkie in Deutschland und Down Under

© Lavo - Modul
© Lavo

Der Traum so manch eines Hausbesitzers, sich unabhängig mit Energie versorgen zu können, könnte schon bald Wirklichkeit werden. In einzelnen Projekten ist es bereits gelungen, den Netzanschluss überflüssig zu machen und Immobilien allein mithilfe erneuerbarer Energien zu versorgen. Nach Jahren der Entwicklung ist die Technologie inzwischen an der Schwelle zur Serienfertigung, so dass sie in absehbarer Zeit auch preislich in akzeptablere Regionen kommen könnte.

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Saubere Zukunft mit Wasserstoff am Bodensee

Vierter Teil der Regionen-Serie: HyExpert HyAllgäu

HyExpert  HyAllgäu

Vor Beginn der HyExperts-Studie glichen im Allgäu die zahlreichen Ideen rund um den Wasserstoff einem Faden mit vielen losen Enden. Die vom Bundesverkehrsministerium geförderte und von der NOW GmbH betreute Maßnahme konnte jedoch in kürzester Zeit konkrete Pläne für ein Reallabor mit dem Ziel der Produktion und Verwertung von 1.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr im Allgäu präsentieren. Die NOW-Initiative HyLand war somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor und Impulsgeber für die Transformation der Region in Richtung einer Wasserstoffwirtschaft.

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Bio-LPG steht in den Startlöchern

Flüssiggastank

Im Neubau ist biogenes Flüssiggas mit Solar & Co. gleichgestellt

Seit mehr als zwei Jahren ist biogenes Flüssiggas als grüne Erfüllungsoption im Wärmemarkt gesetzlich anerkannt. Insbesondere im ländlichen Raum könnte sogenanntes Bio-LPG in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Zudem gibt es viele Pilotprojekte mit synthetischem Flüssiggas, das mithilfe von grünem Wasserstoff hergestellt wird. Eine Übersicht:

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Neuer Studiengang Wasserstofftechnik

HS Würzburg-Schweinfurt holt H2-Experten ins Boot

Kompetenzkompass © FHWS
© FHWS

Die Fakultät Maschinenbau der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) greift das Thema Energiewende aus der Hightech Agenda Bayern auf und entwickelt einen neuen Studiengang Wasserstofftechnik. Ab Oktober 2021 soll es Studierenden dort möglich sein, sich vertieft mit Wasserstoff zu befassen, um sich später auch beruflich diesem bedeutenden Bestandteil der Energiewende zu widmen. Im neuen Studiengang stehen vor allem die Entwicklung von H2-Anlagen, deren laufender Betrieb sowie die entsprechende Anlagen- und Arbeitssicherheit im Mittelpunkt. Zur Studiengangentwicklung und -gestaltung sollen maßgeblich ein ständiger Austausch sowie spätere Projektkooperationen mit Unternehmen und deren Fachexperten beitragen.

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Wasserstoff aus Offshore-Windenergie

Grafische Darstellung Polnische Ausbauziele bzgl. Windkraft © PGEB
© PGEB

H2-Erzeugung in der polnischen Ostsee

Am 15. Januar 2021 hat die zweite Kammer des polnischen Senats die Gesetzesvorlage zur Förderung der Offshore-Windenergie in der polnischen Ostsee verabschiedet. Das Dokument muss nur noch vom Staatspräsidenten unterschrieben werden und kann dann in Kraft treten. Die polnische Regierung will die Offshore-Energie außerordentlich großzügig unterstützen: Engeplant sind Fördergelder von umgerechnet bis zu 25 Milliarden Euro.

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Kältekammer für H2-Lkw-Tanks

Die JA-Gastechnology GmbH hat im Februar 2021 eine Permeationsklimakammer an einen US-amerikanischen Nutzfahrzeughersteller ausgeliefert. Wie das Unternehmen aus Burgwedel mitteilte, handele es sich hierbei um die „weltweit größte H2-Lkw-Klimakammer“ für Druckzyklustests und Permeationsmessungen. Mit einem Innendurchmesser von drei Metern können darin komplette Typ-4-Tanksysteme unter klimatischen Extrembedingungen (-40 bis 85 °C) erprobt werden.

Element Eins und Hybridge gestoppt

Die beiden prominenten Power-to-Gas-Vorhaben Hybridge und Element Eins haben von der Bundesnetzagentur eine Absage erteilt bekommen. Die Netzbetreiber Amprion und TenneT hatten im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie auf eine Lockerung der Regulierung gehofft (s. HZwei-Heft Juli 2020), nun aber im mittlerweile entbrannten Kampf um zukünftige Marktanteile und profitable Geschäftsfelder einen Rückschlag erlitten.

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Sechs Jahre nach COP21 ist noch viel zu tun

Cover "Sechs Jahre nach COP21 ist nonch viel zu tun"

Seit fünfzig Jahren ist bekannt, dass die Menschheit sich selbst und ihre Erde in ernsthafte Schwierigkeiten manövriert. Und dennoch begegnen wir den damit verbundenen Gefahren nicht angemessen, handeln zu zögerlich und zu wenig. Dabei wissen wir, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und es mit jedem Tag, der verstreicht, schwieriger und auch teurer wird, das Ziel, die globale Klimaerwärmung auf 1,5 °C zu beschränken, zu erreichen. Was 2 °C mehr bedeuten würden, ist aktuell noch nicht abzuschätzen, klar ist aber, dass es bei 3 oder gar 4 °C chaotisch werden wird.

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Unsere Welt neu denken

Cover "Unsere Welt neu denken - Eine Einladung" - Maja Göpel

Es lohnt sich, die Einladung von Maja Göpel, die Welt mal neu zu denken, anzunehmen. Die Politökonomin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin schildert auf 208 Seiten sehr anschaulich und verständlich all die vielen Aspekte, die für die heutige Welt eine maßgebliche Rolle spielen. Ihr Augenmerk ist dabei auf die notwendige Umgestaltung des Wirtschaftssystems gerichtet, das sich ihrer Meinung nach in den vergangenen Jahren vergaloppiert hat und auf die richtige Bahn gebracht werden muss. Die Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg belegt, dass bis heute häufig fadenscheinige Argumente herangezogen werden, um das Wirtschaftswachstum immer weiter voranzutreiben, stets auf Kosten von Umwelt und Natur.

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