DaimlerChrysler hat die weltweit ersten BZ-Busse verkauft
Die DaimlerChrysler-Tochter EvoBus GmbH hat am 20. März in Amsterdam die Verträge für 27 Brennstoffzellen-Busse unterzeichnet. Die Busse gehen an Verkehrsbetriebe in neun europäischen Großstädten, die sich an einem zu 40 Prozent von der Europäischen Kommission geförderten Demonstrationsprojekt beteiligen, - unter anderem in Hamburg und Stuttgart.. Mit weiteren Städten steht die EvoBus GmbH in Verhandlungen. Allerdings kann nur noch ein Partner in das EU-Projekt einsteigen. Die Niederflur-Stadtlinienbusse vom Typ Mercedes-Benz Citaro werden Ende 2002 und im Laufe des Jahres 2003 ausgeliefert. Der Preis für die Linkslenker-Version beträgt nach Angaben von DaimlerChrysler pro Bus rund 1,25 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein umfangreiches Servicepaket für zwei Jahre. Die in dieser Zeit erhobenen Daten sollen in die Weiterentwicklung des Brennstoffzellen-Antriebs und die Infrastruktur auf dem Weg zur Serienfertigung einfließen. Ebenfalls an den Bussen interessiert ist der australische Bundesstart Westaustralien. Ab Ende 2001 sollen dort drei Brennstoffzellen-Busse in der Stadt Perth im normalen Liniendienst fahren.
Die Busse werden innerhalb der Verkehrsbetriebe mit gasförmigem Wasserstoff betankt. Sie haben je nach Einsatzbedingungen eine Reichweite von 200 bis 250 Kilometern und können bis zu 70 Fahrgäste befördern. Ihre Brennstoffzellen-Einheit mit über 200 Kilowatt Leistung wird von der DaimlerChrysler-Tochter Xcellsis entwickelt und gefertigt. Brennstoffzellen und die Druckgasflaschen mit dem auf 350 bar komprimiertem Wasserstoff sind auf dem Dach des Citaro untergebracht, Elektromotor, Getriebe, Gelenkwelle und mechanische Hinterachse befinden sich im Heckbereich des Busses.
Einen Kleinlastwagen mit Brennstoffzellenantrieb vom Typ Sprinter wird DaimlerChrysler noch in diesem Jahr an den Hermes Versand Service, eine Tochter des Otto-Versand, ausliefern. Bis zum Jahr 2004 plant der Konzern serienreife Brennstoffzellen-Pkw und will bis dahin rund eine Milliarde Euro in die Technologie investieren.