CEP legt Standorte für H2-Stationen fest

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(Quelle: CEP)

Die Clean Energy Partnership (CEP) hat die voraussichtlichen Standorte für etliche der rund 35 in Planung befindlichen Wasserstofftankstellen bekanntgegeben. Während der Hannover Messe Anfang April 2014 präsentierte die Industrieinitiative zusammen mit der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) eine entsprechende Deutschlandkarte (s. Abb.), auf der die Kommunen beziehungsweise die Städte eingetragen sind, in denen die nächsten Betankungsstationen installiert werden sollen, damit die Gesamtzahl innerhalb der nächsten Monate von derzeit fünfzehn auf 50 ansteigen. Die Standortfestlegung richtete sich nach der Bevölkerungsdichte sowie nach der Vorgabe, dass sich bis Ende 2015 auf den Autobahnen mindestens alle 90 Kilometer eine Betankungsstation befindet.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens soll noch 2014 ein Joint Venture gegründet werden. Weiterhin ist geplant, dass die Tankstellenzahl gemäß einer Vereinbarung der H2Mobility-Mitglieder mit dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bis 2023 auf 400 wächst. In der Vergangenheit hatte es allerdings wiederholt Verzögerungen bei der Erzielung der vorher artikulierten Vorgaben gegeben. Auch jetzt bei der Standortfestlegung räumte Thorsten Herbert, der NOW-Programmmanager Transport, ein: „Die Lokalisierung dauerte länger als erwartet.“

Hydrogenics

Während an einigen Standorten neue H2-Stationen hinzukommen, werden andernorts bestehende Stationen geschlossen (s. BVG schließt H2-Tankstelle an der Heerstraße). NOW-Geschäftsführer Dr. Klaus Bonhoff versicherte jedoch, dass er die Zahl von insgesamt 50 Wasserstofftankstellen bis 2015 sehr genau nehme. So werde für jede ausrangierte Betankungsanlage eine neue errichtet, wobei nach Möglichkeit zudem darauf geachtet werde, dass alte, aber noch funktionstüchtige Komponenten nicht verschrottet, sondern an Forschungsinstituten weiter genutzt werden. So wird beispielsweise die Tanktechnik, die 2010 in der Berliner Holzmarktstraße installiert wurde, zum symbolischen Preis von einem Euro zu Forschungszwecken an das KIT gegeben. Bonhoff deutete allerdings auch an, dass nicht ganz auszuschließen ist, dass eventuell die eine oder andere Tankstelle dieses Kontingents erst 2016 errichtet wird.

Außerdem beabsichtigt die Westfalen AG zusammen mit der Tank & Rast GmbH die Errichtung von je einer Wasserstofftankstelle pro Fahrtrichtung an der A 30 auf dem Rastplatz Brockbachtal in Westerkappeln-Velpe. Dies wären dann die ersten H2-Betankungsstationen auf Rastplätzen an Bundesautobahnen. Rein rechnerisch würden diese Standorte zu den bisher von der CEP geplanten hinzukommen, da die Westfalen AG bisher noch kein Projektpartner ist.

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