Wasserstoff aus Kläranlagen

Das Thema Wasserstoff ist inzwischen in vielen Köpfen. Der Wissensstand, den der Einzelne darüber hat, ist jedoch sehr unterschiedlich. Zwar kann man sich über das Internet selbst Informationen beschaffen, allerdings ist es gar nicht so einfach, diese zu filtrieren, damit man am Ende die wichtigsten Fakten über Energieversorgung und Energiespeicher sowie Stromnetze und Stromanbieter hat.

Forscher engagieren sich intensiv in den verschiedenen Betriebsfeldern der erneuerbaren Energie (Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft). Aber auch am Wasserstoff als alternativer Stromspeicher wird intensiv gearbeitet. Das größte Manko, was der Wasserstoff bisher beinhaltete, konnte nun ausgeräumt werden: die teure und aufwendige Erzeugung. Vielleicht ist hier die Kläranlage eine Lösung. Denn Forscher haben ein Verfahren entwickelt, bei dem Bakterien ohne zusätzliche Stromzufuhr in nur einem Arbeitsschritt zu Wasserstoffgas werden. Die Zersetzung von organischem Material durch Bakterien ist hier ein wichtiger Bereich.

Im kleinen Modell hat es bereits gut funktioniert. Rechnet man die Ergebnisse dieses Labormodells maßstabsgetreu hoch, könnte ein Prototyp 1.000 Liter Wasserstoff pro Tag und Kubikmeter Zellgröße produzieren. Durch dieses Verfahren würde es möglich, reines Wasserstoffgas klimafreundlich und ohne weitre Stromzufuhr herzustellen, erklären Bruce Logan und Younggy Kim von der Penn State University. Setzt man nun die Anlage in einer Kläranlage ein, hat man gleich doppelten Nutzen: zum einen den Wasserstoff und zum anderen die Reinigung des Abwassers.

Eike Rossow

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